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5 Fragen, die Sie beantworten sollten BEVOR Sie Ihre Social Media Strategie entwickeln

Letztes Wochenende habe ich beschlossen handwerklich aktiv zu werden und etwas zu bauen. So bin ich in den Baumarkt gefahren und habe einen dieser selten vorkommenden Verkäufer gefunden, um mich bezüglich der notwendigen Materialien beraten zu lassen. “Okay, was möchten Sie denn bauen?” fragte er mich.

“Ach, wissen Sie, irgendetwas… vielleicht etwas aus Holz? Vielleicht ein Vogelhäuschen, oder ein Möbelstück, oder ein Gewächshaus,” antwortete ich. “Keine Sorge, ich habe reichlich Werkzeug und habe anderen Leuten schon oft beim Bauen von Dingen zugesehen, also bin ich Startklar. Sagen Sie mir nur, was ich mir kaufen sollte.”

Na gut, nichts davon ist wirklich passiert, aber es hilft meinen Standpunkt zu verdeutlichen. Es ist auch eine lächerliche Geschichte, oder?! Wer würde schon damit beginnen irgendetwas zu bauen, ohne zu wissen, warum etwas eigentlich gebaut werden soll, wie das Endprodukt aussehen soll und was dazu benötigt wird?!

Auch wenn diese Grundlagen noch so selbstverständlich sind, gehen viele Unternehmen genauso an Ihre Social Media Strategie. Ich wurde bereits nach speziellen Taktiken gefragt – Auswahl der Kanäle, Bezahlt gegen Organisch, Inhaltsplanung – ohne das fundamentale Konstrukt zu kennen.

Bevor Sie an Ihrer Präsenz in sozialen Medien arbeiten, ist es sehr nützlich, wenn Sie einige grundlegende Fragen für sich beantworten. Die folgenden fünf Fragen bringen Sie da schon ganz weit nach vorne:

  1. Wer sind Sie?

Wenn Ihr Unternehmen oder Ihre Marke eine Person wäre, würden Sie mit ihr befreundet sein wollen? Dies ist eine nützliche Frage, denn genau das werden Sie von den Leuten verlangen – ganz bewusst mit Ihrem Brand in eine Interaktion auf sozialer Ebene zu gehen.

Legen Sie fest welche Werte Sie vermitteln möchten und was ansprechend auf Ihre Zielgruppe wirkt. Sie sollten einen Charakter entwickeln, der Sie konsequent bei Ihrer Zielsetzung unterstützt.

Hier sind für den Start einige Überlegungen. Natürlich gibt es keine universell richtigen Antworten – Sie müssen entscheiden können, was am besten zu Ihrem Unternehmen passt:

Ist Ihr/e Unternehmen/ Marke/ Brand:

  • lustig oder ernst?
  • verspielt oder sachlich?
  • sachkundig oder neugierig?
  • formell oder persönlich?
  • ernst oder sarkastisch?

Viele Ihrer Antworten werden irgendwo in der Mitte liegen. Dann entscheiden Sie, in welchem Kontext Sie sich in welchem Extrem zeigen.

Am Ende der obigen Übung sollten Sie eine Liste von vier oder fünf Adjektiven haben, die deutlich Beschreiben wie Sie sich in sozialen Medien präsentieren. Bspw. “Unser Brand ist sachkundig, hilfreich und hilfsbereit – es ist leicht humorvoll aber stets seriös.”

  1. Wo stehen Sie jetzt?

Besonders in größeren Unternehmen werden Sie vermutlich bereits mehrere Social Media Accounts besitzen, eventuell mit unterschiedlichen Leuten die die einzelnen Accounts betreuen, vielleicht sogar in verschiedenen Abteilungen und Filialen. Eine solche “anarchische” Administration ist völlig ungeeignet für Social Media Marketing.

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit um Ihre aktuelle Präsenz in sozialen Medien zu erfassen. Dann schauen Sie welche Plattformen zusammengelegt werden können und was vom Marketing übernommen wird. Alle Beteiligten sollten ein gemeinsames Ziel verfolgen und eine klare Rollenzuweisung haben.

  1. Warum bewegt sich Ihre Zielgruppe auf der entsprechenden Plattform?

Die Leute sind bei Instagram um schöne Bilder zu posten und die Bilder anderer anzuschauen. Bei LinkedIn wollen sie Neuigkeiten zu Ihrem Business erhalten und Ihre Karriere fördern. Auf Facebook wollen sie Unterhaltungen zu Interessen mit Gleichgesinnten führen. Jede Social Media Plattform hat ihren eigenen Sinn und dieser sollte bei der Charakteristik Ihres Brands berücksichtigt werden.

  1. Was möchten Sie auf den entsprechenden Plattformen erreichen?

Jetzt, wo Sie wissen wer Sie sind, was Ihre Werkzeuge sind und was Ihre Zielgruppe möchte, sollten Sie zur wichtigsten Frage kommen: Was bauen Sie? Ohne dieses Schlüsselelement haben Sie keine Strategie, nur eine zufällige Reihe von Online-Interaktionen.

Ihre Ziele sollten für jede Plattform anders aussehen. Beziehen Sie in Ihre Überlegungen mit ein wofür die entsprechende Plattform gut ist, wonach Ihre Zielgruppe bereits sucht und welche Handlungen Ihre Zielgruppe auf der Plattform ausführen kann. Bspw. könnte bei Twitter Ihr Ziel lauten den Bekanntheitsgrad zu steigern. Auf LinkedIn sind es meist konkrete Kontakte die Sie auf Ihre Leistung aufmerksam machen.

Definieren Sie ein Hauptziel für jede Plattform und setzen Sie messbare Zwischenziele. Sie sollten klare Maßstäbe setzen, anhand derer Sie analysieren und optimieren können.

  1. Was sind Ihre KPI und in welcher Priorisierung?

In einer perfekten Welt würde jede Social Media Aktivität zu mehr Abonnenten führen, Nutzerdaten sammeln und die Conversion steigern. Ich habe häufiger Anfragen, die die “Alles-auf-einmal-Lösung” haben wollen.

Alles auf einmal tun heißt leider auch, nichts wirklich effektiv zu tun. Deshalb ist es wichtig seine KPI (Key Performance Indicators – dt.: Leistungskennzahlen) in entsprechender Priorisierung festzulegen. Die Prioritäten könnten, und sollten, sich von Zeit zu Zeit ändern, aber Sie sollten eine Ausgangssituation definieren bevor Sie Ihre Kampagnen starten.

Sie könnten bspw. als primäres Ziel die Erhöhung Ihrer Sichtbarkeit (z.B. Follower und Abonnenten) verfolgen, als sekundäres Ziel das Weiterleiten Ihrer Abonnenten auf eine Landingpage und als tertiäres Ziel eine Conversion, sprich eine gewünschte Handlung. Das wäre eine klare KPI-Aufstellung. Wenn Sie nun das Primärziel an einem Meilenstein erreicht haben, könnten Sie Ihre Bemühungen auf die nächsten Schritte in Ihrer priorisierten Funnel-Reihenfolge konzentrieren.

Was möchten Sie bauen?

Bevor Sie mit der Entwicklung Ihrer Social Media Strategie beginnen, sollten Sie sich wirklich die Zeit nehmen um selbst zu verstehen, was Sie schlussendlich “erbauen” wollen. Setzen Sie Ihr Fundament indem Sie die genannten Überlegungen erarbeiten bevor Sie mit strategischen Planungen oder sogar taktischen Schritten beginnen.

All diese Grundlagen werden Ihnen dabei helfen Social Media Marketing als das mächtige Instrument zu nutzen das es ist. Sie werden deutlich besser für erfolgreiche Kampagnen gerüstet sein, und noch besser – Sie werden wissen, wann Ihre Kampagne erfolgreich ist.

 

Sind Sie bereit? Dann lassen Sie uns loslegen!

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